Victoria K.R. II
Nachdem BMW eigene Motorräder (Modell R 32) fertigte, fiel die Zulieferung der Motoren für die Victoria Werke weg. Jetzt kam Martin Stolle als neuer Mitarbeiter zu Victoria. Stolle, der zuvor bei BMW tätig war, entwickelte 1922/23 einen neuen, mit OHV–Steuerung versehenen Zweizylinder-Boxermotor mit 9 PS, der in die "K.R. II" ebenfalls quer eingebaut wurde. Dieses Aggregat fertigte anfänglich Wilhelm Sedlbauer in München. Später wurde dieses Werk, aus Mangel an Produktionskapazität, von Victoria aufgekauft und die Produktion nach Nürnberg verlagert. 1924 folgte die "K.R. III" mit drei Gängen und 12 PS.

Die KR 2 hatte einen 500 ccm, Zwei-Zylinder-Boxer-Motor. Er leistete 9 PS bei 4000 U/min bei einem Hub von 64 mm und einer Bohrung 70 mm.

Markant waren die freiliegenden Schwungscheiben. Ein großes Problem bei allen Modellen war die ungenügende Kühlung des hinteren Zylinders (hatten kein sich ständig mitlaufendes Kühlerrad wie die MA 1000). Anfangs besaß die K.R. II nur ein Zweigang-Getriebe, welches mittels Riemen mit dem Hinterrad verbunden war. Einige Zeit später folgte dann ein übliches Dreigang-Getriebe mit Kettenantrieb.