Zündapp EM 249
1925 brachte einen weiteren leichten Umsatzanstieg (nahezu 4000 Zündapp Motorräder wurden verkauft) - aber besonders wichtig waren Vorstellung und Fertigungsaufnahme des Zündapp-Einheitsmodells (249ccm). Nahezu drei Jahre blieb es unverändert in der Serie - es war Beweis dafür, wie frühzeitig man sich bei Zündapp Gedanken um eine rationelle Fertigung gemacht hatte.

Alle seither gesammelten Erfahrungen wurden in diesem neuen Modell verwertet. Die Maschinen hatten Kettenantrieb vom Motor zum Dreiganggetriebe und von dort zum Hinterrad , sie hatten nun bereits großvolumlge Ballon-Bereifung sowie Innenbackenbremsen in beiden Rädern - konstruktive Details, die heute selbstverständlich erscheinen mögen, es aber zur Zeit ihrer Einführung im Zündapp-Einheitsmodell durchaus nicht waren. Der nach wie vor mit Standmagnet, nun aber mit vollautomatischer Frischölschmierung, ausgerüstete Einzylin- der-Zweitaktmotor leistete 4,5 PS, so dass die Maschine voll soziustauglich war. Auch hier wurde ein gepuffter, hartgelöteter Stahlrohrrahmen verwendet. Vom darauffolgenden Jahr an bestand das Zündapp-Motorrad-Programm nur noch aus dem Einheitsmodell, von dem 1926 über 4000, 1927 über 8000 und 1928 gar über 16000 Stück im In- und zunehmend nun auch im Ausland verkauft wurden.

Quelle: Siegfried Rauch, Heinz Kletzke: "Zündapp - 60 Jahre Zündapp-Technik", 3. Auflage (April 2006)