Farbtöne der Bundespost
Postgelb:
Bereits 1946 wurde anlässlich einer Besprechung mit den Ministern der Länder die gelbe Farbe als neue Postfarbe festgelegt. Danach soll es Zug um Zug zur Umlackierung gekommen sein.
Dieses Postgelb war das RAL 1005 "honiggelb".

Ab dem Jahre 1972 gab es ein neues Gelb, und zwar das Postgelb RAL 1021 "rapsgelb" (ehem. "cadmiumgelb"). Zeitgleich mit dessen Einführung verschwand auch das typische Fernmeldegrau (RAL 7010 "zeltgrau"), d.h. es wurden keine neuen Fernmeldefahrzeuge mehr in dieser Lackierung beschafft. Von nun an trugen alle Post- und Fernmeldefahrzeuge einheitlich das Postgelb RAL 1021 "rapsgelb" (ehem. "cadmiumgelb").
Eine weitere Änderung ergab sich im Jahre 1986. Mit der BPM-Vfg. 132 - 5 A 5341 vom 17.04.1986 wurde ab sofort das Postgelb RAL 1032 "ginstergelb" eingeführt, welches das Postgelb RAL 1021 umgehend abzulösen hatte.
Der Grund hierfür war der hohe Cadmiumgehalt des Farbpigments, denn man erkannte zunehmend die extreme Giftigkeit dieses Schwermetalls und somit die Gefahren bei der Verarbeitung der Farbe.
Schon der Name "Cadmium" wirkte derartig furchteinflößend, dass man sich entschloss, ihn sogar aus der Farbbezeichnung zu tilgen: So entstand das RAL 1021 "rapsgelb".

Das Postgelb 1032 "ginstergelb" hingegen hat sich bis zum heutigen Tage erhalten und ist die aktuelle Lackierung von Fahrzeugen und Material der Deutschen Post AG.

Grau / Grau (matt):
Das Grau RAL 7010 "zeltgrau" war die Farbe der Fahrzeuge des Fernmeldedienstes (Fernmeldegrau). Es wurde, wie bereits oben erwähnt, im Jahre 1972 durch das Postgelb RAL 1021 "rapsgelb" (ehem. "cadmiumgelb") ersetzt; vermutlich um nunmehr allen Postfahrzeugen (Postdienst und Fernmeldedienst) ein einheitliches Erscheinungsbild zu verleihen.

Die einzige Ausnahme aus dieser Regelung betraf den Fernmeldenotdienst.
Grund: Der FND war ein Baustein des sogenannten "Zivilen Verteidigung" der Bundesrepublik Deutschland. Dies ist eine Säule des Gesamtverteidigungskonzeptes, welches aus der militärischen Verteidigung einerseits und eben der zivilen Verteidigung andererseits besteht. So wurden die technischen Einrichtungen des FND teilweise aus dem Verteidigungshaushalt finanziert, um dann im Krisenfall im Rahmen der "Zivilen Verteidigung" darauf zurückgreifen zu können. Es war geplant, FND - Fahrzeuge und Material zur Unterstützung militärischer Einheiten auch "im Felde" einzusetzen. Dazu ist es notwendig, Fahrzeuge und Material möglichst gut tarnen zu können, wofür sich Zeltgrau natürlich besser eignet als Rapsgelb. Deshalb sind FND - Fahrzeuge auch nach 1972 weiterhin im typischen Fernmeldegrau lackiert.

Das Grau RAL 7001 "silbergrau" hingegen fand ausschließlich Verwendung zum auslackieren von Fahrzeuginnenräumen. So ziert es sowohl die Unterbringungsfächer eines Kraftomnibusses des Postreisedienstes als auch den Geräteraum eines Kabelmeßwagens des Fernmeldedienstes.